KI-Projektwerkstatt: Schluss mit dem Papierkram
500 Stunden im Jahr für Papierkram? Nicht mehr. Bei der Vorstellung der KI-Projektwerkstatt zeigte sich: Wer KI richtig einsetzt, arbeitet schneller, klarer und konzentriert sich auf das, was wirklich zählt. Die KI-Projektwerkstatt ist ein praxisnahes Innovationsformat, das MIND in Zusammenarbeit mit der Raiffeisenkasse Meran ausgearbeitet hat. Damit sollen Unternehmen dabei unterstützt werden, KI konkret einzusetzen.
Daniele Mano von der Raiffeisenkasse Meran brachte es bei der Vorstellung der KI-Werkstatt am vergangenen Donnerstagabend auf den Punkt: „Wir wollen für die Unternehmer ein Werkzeug schaffen, das ihnen erlaubt, sich auf das effektive Geschäft zu konzentrieren.“ Kein Tech-Hype, sondern ein klares Versprechen an die Praxis.
Wo die Zeit wirklich verloren geht
Der Abend war kein Vortrag ins Blaue. MIND und Raiffeisenkasse Meran hatten im Vorfeld Südtiroler Handwerksbetriebe über den Einsatz von KI befragt, und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. 75 Prozent der Betriebe nutzen KI bereits, über die Hälfte davon regelmäßig. Und trotzdem: Fast niemand hat KI in echte Betriebsabläufe integriert. Genau da liegt das ungenutzte Potenzial.
Bei 88 Prozent der Betriebe frisst die Angebotserstellung am meisten Zeit, gefolgt von Buchhaltung und E-Mail-Kommunikation. Die Hälfte aller Befragten verliert mehr als zehn Stunden pro Woche an Verwaltung, über 500 Stunden im Jahr, die nicht ins Kerngeschäft fließen. Was sich die Betriebe wünschen, ist konkret: automatische Berichtserstellung, Schnittstellen zwischen Bankkonto und Buchhaltungssoftware, und Angebote, die sich fast von selbst schreiben.
Von der Theorie zur Werkstatt
Jennifer Löffler vom MIND führte durch die KI-Einführung und machte deutlich, was KI heute wirklich kann und was nicht. Die Beispiele waren greifbar: Aus Stichpunkten einen sauberen Wartungsbericht machen, 90 Sekunden statt 15 Minuten. Ein Angebot aus einem Telefonat heraus formulieren, 3 Minuten statt 30. Einen zweisprachigen Lieferanten-Brief verfassen, 30 Sekunden statt 10 Minuten.
Die Kernbotschaft des Abends: KI ist kein Autopilot, sondern ein Co-Pilot. Wer lernt, ihr richtig Aufgaben zu stellen, holt das Maximum heraus und vermeidet die teuren Fehler. Die Verantwortung bleibt beim Menschen.
Was die KI-Projektwerkstatt bietet
Genau darum geht es beim neuen Format, das MIND gemeinsam mit seinem Innovationsteam ausgearbeitet hat. In drei strukturierten Modulen entwickeln Unternehmen ihren eigenen KI-Prototypen: angefangen beim persönlichen Workshop, in dem Prozesse analysiert und ein konkreter Anwendungsfall definiert wird, bis hin zum getesteten Prototyp, der im eigenen Betrieb funktioniert.
Interesse an der KI-Projektwerkstatt? Mehr unter lab@mind.bz.it oder Tel. 0473 310272.



