Die Community bekam einen ersten Einblick in das neue KI-Labor im MIND, das bald offiziell vorgestellt wird. Die Idee dahinter: kein fertiges Produkt, sondern ein „Cantiere“ – eine Baustelle, in der KI-Anwendungen gemeinsam getestet und weiterentwickelt werden: durch echte Projekte, ehrliches Feedback und den Austausch innerhalb der Community.
Architekt Marco De Fonzo hat das Konzept gemeinsam mit einer Gruppe junger Menschen entwickelt. Anfangs war die Idee eines physischen Raums umstritten; vieles lässt sich schließlich auch remote erledigen. Am Ende hat sich dann doch die Überzeugung durchgesetzt: Ein realer Raum schafft Begegnungen, die keinen Videocall ersetzen. Man sitzt zusammen, redet und plötzlich entsteht eine Idee.
Im neuen KI Lab können verschiedene Large Language Models sowie Tools zur strukturierten Aufbereitung von Wissen und Content getestet werden. Ergänzt wird das Labor durch einen Server mit starker Rechenleistung für lokale Sprachmodelle ohne Cloud, der auch angemietet werden kann. Geplant sind Workshops und Diskussionsrunden, die den Austausch über Erfahrungen und Einsatzmöglichkeiten fördern sollen. Über den wöchentlichen Newsletter MIND.AI Update erhalten die AbonnentInnen klare und nützliche Impulse zum Thema KI.
Ein Fokus des Lab liegt auf kleinen und mittleren Unternehmen, die wissen wollen, wo KI in ihren Prozessen tatsächlich Mehrwert bringt. Das MIND begleitet diese Analyse, und die Community kann anschließend Lösungen entwickeln. Ein Modell, das auf Zusammenarbeit setzt, nicht auf fertige Pakete.
Auch Daniele Di Lucrezia, Innovationsassessor der Stadt Meran, unterstrich die Rolle des Menschen: KI zu nutzen sei heute entscheidend. Doch gerade der persönliche Austausch bleibe zentral – eine Stärke, die eine aktive Community auszeichnet.
Und weil gute Ideen selten mit leerem Magen entstehen, wurden die KI-Visionen zwischen Weißwurst und Brezeln weitergesponnen.